Tumorzentrum
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| Leistungsbeschreibung | ||
| Sprechstunden / ambulante Leistungen | ||
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| Kontakt |
Leistungsbeschreibung
| Mitarbeiter 4 Neuerkrankungen im klinischen Register ca. 1800 pro Jahr Patientenkontakte ca. 650 pro Jahr |
Diesem Anliegen dienen auch die regelmäßigen Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Ärzte und Krankenpflegepersonal. Sie finden 8- bis 10- mal jährlich statt.
Interdisziplinäre onkologische Konferenzen finden ab dem 09. September 2002 jeweils am Montagabend 18.00 Uhr alle 8 Wochen im Seminarraum der Südharz-Krankenhaus Nordhausen gGmbH statt. Vorzustellende Patienten können von Ärzten aus dem gesamten Raum Nordthüringen über die Geschäftsstelle des Tumorzentrum Südharz e.V. angemeldet werden.
Es sollen typische, seltene oder spektakuläre onkologische Erkrankungsverläufe in Form einer lockeren kasuistischen Berichterstattung vorgestellt werden, die Beiträge eine Viertelstunde nicht überschreiten. Vor der Beschreibung des Krankheitsbildes sollten die histologischen oder zytologischen Präparate durch den Pathologen vorgestellt werden. Die Vorstellung der jeweiligen bildgebenden Befunde wird ebenfalls empfohlen.
Darüber hinaus finden in kurzen Zeitabständen Tumorboards für verschiedene Tumorerkrankungen (Bronchialtumoren, HNO-, urologische und gynäkologische Tumoren) statt. Kontaktaufnahme erfolgt über die entsprechenden Kliniken der Südharz-Krankenhaus Nordhausen gGmbH.
Für alle Probleme der Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Tumorkranken wird ein telefonischer Konsiliardienst für Ärzte in den mit der Versorgung von Tumorpatienten betrauten Kliniken der Südharz-Krankenhaus Nordhausen gGmbH angeboten.
Für Patienten besteht die Möglichkeit der psychosozialen Betreuung durch eine Sozialarbeiterin. Dieses Angebot umfasst die kostenfreie Beratung bei Krisensituationen in der Bewältigung der Krankheit, Unterstützung bei Sicherung der wirtschaftlichen Situation, rechtlichen Ansprüchen bezüglich Rehabilitationsmaßnahmen, Wiedereingliederung, Schwerbehinderung, Rente, Pflegeleistungen und vieles mehr. Hier werden auch Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt sowie Video- und Tonkassetten ausgeliehen.
In enger Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen nach Krebs finden Veranstaltungen, für von Tumorleiden betroffene Menschen und deren Angehörige, statt.
Eine Kernaufgabe des Tumorzentrums ist die Führung des klinischen Krebsregisters mit Dokumentationen aller für Tumorerkrankungen relevanten Daten der Diagnose, Therapie und Nachsorge.
Im gesamten Zeitraum des Bestehens des klinischen Registers vom 1. Januar 1997 bis 31. Dezember 2006 wurden so 12 700 Ersterkrankungen an bösartigen Tumoren mit Einverständnis der Patienten erfasst, in den letzten Jahren rund 1800 jährlich.
Die Daten werden anonymisiert, dem gemeinsamen Krebsregister der neuen Bundesländer und Berlin als epidemiologisches Krebsregister weitergeleitet www.krebsregister-berlin.de, dessen wichtigste Datenquelle die Tumorzentren mit ihren klinischen Registern sind. Seit Februar 2003 sind Ärzte und Zahnärzte in Thüringen gesetzlich verpflichtet, bösartige Tumorerkrankungen an das gemeinsame Krebsregister zu melden.
Das klinische Krebsregister ist in der Lage, umfassende patientenbezogene Angaben über die Krankheitsverläufe für alle an der Behandlung beteiligten Ärzte zur Verfügung zu stellen, statistische Auswertungen vorzunehmen und die Organisation der Tumornachsorge bei entsprechenden Voraussetzungen zu übernehmen.